I.
Es ist nicht unser Ideal, TRANSINDUSTRIELL als eine neue Kunstbewegung zu etablieren, sondern als Vorschlag zur Konfrontation und Kommunikation, als Zerstörung der konsequenten Regeln. Wir fordern die Künstler auf, einen qualitativen Sprung zu tun und den Rhythmus der obsessiven Wiederholungen zu vergessen.
II.
Das traditionelle Zeitalter ist bis auf wenige Zuckungen beendet. Die neue Industrie ist zukünftig von der Gesellschaft getrennt und die Klonen der Menschen werden die neuen Industriesklaven darstellen, zuständig für die Drecksarbeit: sie werden in unseren Kanälen kriechen, sie werden die Straßen putzen, sie werden unsere Computer fertigen, sie werden unsere Autos produzieren, sie werden unsere Kriege führen, sie werden uns mit Kunst versorgen. vielleicht bleiben die Menschen ihre Kinder, aber bitteschön nur genmanipuliert.
Die TRANSINDUSTRIELLE Kunst greift hier selbstbewußt an:
Sie benutzt Kreidestriche wie auch Computermanipulationen, was zählt ist nur das individuelle Kunstwerk. Wir TRANSINDUSTRIELLEN KÜNSTLER erkennen die Werke der Klonen an wie man Feinde anerkennt, aber wir lassen uns die Kraft auch dann nicht wegnehmen, wenn wir nur noch mit Klonen diskutieren sollen.
Es ist Kunst der Starrheit und nicht der Beweglichkeit des Fitneßstudios. Frei zu sein zu denken und zu sehen reicht aus, um die vorgegebenen Strukturen von Kunstwerken zu erkennen und Schlüsse daraus zu ziehen ist die zwangsläufige Folge, die eigenen Inhalte bilden sich. Insofern ist TRANSINDUSTRIELL nicht eine Kunstidee, sondern verlangt auch Nichtkünstler, aber auf jeden Fall diejenigen, die nicht einen Schrecken haben vor der Freiheit.
III.
TRANSINDUSTRIELL ist rebellisch, hängt keiner Moderichtung an und sucht dafür keine Entschuldigung und ist kein Imitat der großen Avantgarde, die zwar viel entwickelt hat, aber letztlich in einer Sackgasse gelandet ist.
TRANSINDUSTRIELL ist eine Verlockung Mensch zu sein und frei von einzwängenden Interessen und spuckt auf die alleswissenden und opportunistischen Idioten, diese armen Seelen. Diese Idioten beuten nur die allerneuste Mode aus und verleugnen sie, sobald die nächste Mode am Himmel aufglimmt.
TRANSINDUSTRIELL ist eine Quelle und bietet Raum für Sensibilität und Emotion ohne den Zwang einer Kunstdiktatur, aber auch ohne Sehnsucht nach Vergangenem oder Ruhm in der Zukunft: Nur der Augenblick ist wichtig. Mit diesem Anspruch durchbohren wir diese müde bürokratische Demokratie mit ihrer harmlosen Kultur und kündigen dennoch keine absolute Wahrheit an, nur eine neue intelligente Perspektive.
IV.
Auch die Kunstpolizei kann nicht helfen.
V.
Willkommen in der TRANSINDUSTRIELLEN Dimension.
PETER KASTNER PAOLO MORETTO
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