|
TI-STATEMENT #4
Der Hering hat gehört, dass in der Provinz auch heute noch die Vorstellung herumgeistert, Kunst könne nur dann die höchsten Weihen erhalten, wenn sie abstrakt sei.
Der Hering meint dazu:
So ist sie eben, die Provinz. Sie operiert noch mit den Kampfbegriffen aus vergangenen Zeiten. Abstrakt und figürlich ein Gegensatzpaar aus grauer industrieller Zeit.
Es geht jetzt und zukünftig um Verwirrung, Witz, Schmutz und viel mehr. Kurz & banal & pathetisch: Leben und Tod. Dann ist es egal, wie das Werk aussieht, ob 2D Malerei oder 3D oder wieviele D auch immer, ob Figur oder Farbflecken oder sonstwas. Wenn es nur diese Energien aufgeladen hat. Die Eitelkeiten sind dann verschwunden und die Kunstpolizei wird auch nicht mehr reagieren können, denn sie ist wie die Provinz versteinert in ihren alten Begriffen.
Dann beginnt es für TRANS INDUSTRIELL lustig zu werden, wie wir wissen ist das ja auch viel gesünder.
Eine wohlfeile Warnung hat der Hering allerdings parat:
Industriell wird, obwohl versteinert, nicht so schnell aufgeben, denn die bereitgehaltenen Belohnungen glänzen immer noch wundervoll.
Peter Kastner, Hamburg im Mai / August 1999.
|